INTERNES - Kolumnen

 

26.04.09   Berlin gibt sich weiterhin Weltoffen

Der Volksentscheid, bei dem die wahlberechtigten Bürger Berlins über den Gesetzentwurf der Initiative „Pro Reli“ abstimmen konnten, ist heute mit knapp der Hälfte der nötigen Stimmen (13,7 statt 25 Prozent) gescheitert.
Dem Entwurf zufolge sollen Religion und Ethik ab der ersten Klasse Wahlpflichtfächer werden. Die Schüler sollen Ethik abwählen können, wenn sie dafür den Religionsunterricht besuchen. Ethik ist derzeit ab der siebenten Klasse Pflichtfach für alle Schüler. Religion dagegen rein fakultativ.

Ethik beinhaltet objektive Vernunft, Religion subjektiven Glauben. Was gehört nun wohl in die Schulen? Nachdem vor ca. 3 Jahren dieses „Berliner Modell“ etabliert wurde, versucht man nun die Märchenstunde auf Kosten des Ethikunterrichts wieder einzuführen. Dabei zeigt sich deutlich die Scheinheiligkeit dieses Volksbegehrens. Auf der Webseite des Pro Reli e.V. heißt es einerseits „Freie Wahl! zwischen Ethik und Religion“ – also entweder oder –, andererseits „Moralisch begründetes Verhalten ist wichtig…Wir begrüßen es daher ausdrücklich, dass an Berliner Schulen Ethik zu einem ordentlichen Lehrfach geworden ist.“ Zudem deklariert der Verein – vermutlich unfreiwillig, aber zu Recht – Religion als unethisch.
Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass sich das „Berliner Modell“ bald auch in anderen Regionen unseres Landes durchsetzt. Es ist unverantwortlich unseren Kindern in den Schulen Geschichten von sprechenden Schlangen, das deklarieren von Fledermäusen als Vögel oder Kaninchen als Wiederkäuer, sowie die Darstellung der Erde als Zentrum unseres Sonnensystems u.v.m. als Wahrheit einzutrichtern. Warum lehren wir ihnen nicht gleich, wie der Weihnachtsmann in einer Nacht Millionen von Haushalte besucht um sie zu beschenken?

 

25.02.2009   gbs - Petition zur Änderung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag

Nachdem ich heute die Petition unterschrieben habe, möchte ich mithelfen, den Kampagnenaufruf zu verbreiten. Den Link findet ihr innerhalb des folgenden Newsletters.

E-Mail der Giordano Bruno Stiftung:
"EVOLUTIONSTAG STATT CHRISTI HIMMELFAHRT!" GBS STARTET KAMPAGNE ZUR ÄNDERUNG DER FEIERTAGSGESETZE
 

Christi Himmelfahrt soll künftig Evolutionstag heißen! Das ist das Ziel einer Kampagne, die die Giordano Bruno Stiftung am Aschermittwoch startete. Das Darwin-Jahr 2009 biete einen hervorragenden Anlass, um den enormen Erkenntnisgewinn durch die Evolutionstheorie gesellschaftlich stärker zu verankern, erklärte gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon am Stiftungssitz in Mastershausen. Eine gute Möglichkeit hierfür sei die Einrichtung eines offiziellen Feiertags: "Am Evolutionstag sollte gefeiert werden, dass wir endlich den kindlichen Narzissmus überwunden haben, der uns dazu verleitete, unsere Art als 'Krone der Schöpfung’ zu betrachten."  

Da nicht zu erwarten sei, dass die gesetzgebenden Länder den "Evolutionstag" als zusätzlichen Feiertag einführen werden, biete sich die offizielle Umbenennung eines bereits bestehenden christlichen Feiertags an, heißt es in dem von Schmidt-Salomon verfassten Petitionstext. Der hierfür am besten geeignete Kandidat sei "Christi Himmelfahrt", einer der neun bundeseinheitlich geltenden Feiertage. Christi Himmelfahrt empfehle sich schon allein deshalb, weil viele Familien an dem Tag Ausflüge in die Natur unternehmen würden. "Angemessener kann ein 'Evolutionstag’ kaum begangen werden!", sagte der gbs-Sprecher, der mit dem kürzlich erschienenen Kinderbuch "Susi Neunmalklug erklärt die Evolution" einen der provokantesten Beiträge zum Darwin-Jahr vorgelegt hat.  

Für die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag spreche, so Schmidt-Salomon, dass die Mehrheit der in Deutschland lebenden Christen nicht mehr "an das Glaubensdogma der leiblichen Auffahrt Jesu in den Himmel" glaube. Außerdem müsse endlich auch das konfessionsfreie Drittel der Gesellschaft berücksichtigt werden, dem aus Fairnessgründen ein Drittel der gesetzlichen Feiertage zustehe. "Davon sind wir noch meilenweit entfernt!", kritisierte Schmidt-Salomon. "Die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag wäre ein erstes Anzeichen dafür, dass dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkulare Weltsicht vertreten." 

Die Petition zur Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag kann auf dem Internetportal zum Darwin-Jahr (www.darwin-jahr.de/e-day) unterzeichnet werden. Zur Unterstützung der Kampagne hat die Giordano Bruno Stiftung heute Charles Darwin persönlich in den Ring geschickt. In dem u.a. auf YouTube veröffentlichten Musikvideo "Children of Evolution" erklärt der Jubilar in fröhlicher Rockstarpose, warum es keine Schande ist, ein "nackter Affe" zu sein... 

Direkter Link zur Petition "Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!"
http://www.darwin-jahr.de/e-day  

Link zum Video: "Darwin & The Naked Apes / Children of Evolution
"
http://www.youtube.com/watch?v=wbIa9fZuTFA&feature=channel 

Bitte helfen Sie mit, die Petition und das Darwin-Video im Internet zu verbreiten!
Vielen Dank!

 

15.12.2008   N24 Doku „Germania - Hitlers Größenwahn“

Es ist schon erstaunlich, wie wieder einmal der Sender N24, eine solche Dokumentation ausstrahlen kann, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich meine damit nicht die Tatsache, dass es um Hitler und seine Baupläne geht, sondern vielmehr, wie deutsche Medien die Geschichte unnötig verunglimpfen. Das die Zeit des dritten Reiches das wohl dunkelste Kapitel in der Geschichte des deutschen Volkes darstellt, ist unbestritten. Aber das ein Fernsehsender einen Lehrfilm, und nichts anderes soll eine Dokumentation ja darstellen, in welchem so offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird, ausstrahlt, lässt ganz klar durchblicken, wie die Denkweisen der Menschen von Politik und Medien gesteuert werden.
Ginge es in der Doku um die Pyramiden von Gizeh aus der Antike Ägyptens, hätte man Dinge gesagt wie „Weltwunder“, „architektonische Meisterleistung einer vorzeitlichen Kultur“ oder ähnliches. Hätte die Doku von den Bauten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sprich Dubai und Abu Dhabi, berichtet, wären Äußerungen gefallen wie „technische Innovation“, „gigantisches Bauprojekt“ oder ebenfalls „architektonische Meisterleistung“.
Aber nein, es geht ja schließlich um Adolf Hitler. Den darf man unter keinen Umständen mit etwas Positivem assoziieren, also bezeichnet man seine Ideen kurzer Hand als „Größenwahn“.
Es stört mich ehrlich gesagt schon seit langem, das viele Dinge, die mit dem Nationalsozialistischen Deutschland zu tun haben, verteufelt werden, anstatt die Menschen aufzuklären.
Einerseits wird beispielsweise das so genannte „Hakenkreuz“ gesetzlich Verboten, obwohl es eigentlich „Swastika“ heißt und aus dem Buddhismus stammt. Andererseits aber das Wort „Volkswagen“, eine Erfindung Hitlers, nach wie vor und sogar als Name für einen Konzern verwandt wird.
Was hätte die BRD GmbH wohl veranlasst, wenn das Kreuz der Christen auf den Fahnen der Nationalsozialisten geprangt hätte?

Nach weiteren Recherchen fand ich heraus, dass die Dokumentation „Germania – Hitlers Größenwahn“ bereits mindestens ein Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Und wen wundert’s, es war 2005 die ARD.

 

11.09.2008   N24 Doku „Verschwörungstheorien zu '9/11'“

Nachdem ich diese Dokumentation im Fernsehen sah, war das erste, was mir in den Sinn kam, eine Mail an die Redaktion zu schicken. Hier nun 1:1 der Wortlaut aus meinem Schreiben.

Sehr geehrte Damen und Herren von N24,

Ich habe letzte Nacht die Doku über Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf Ihrem Sender gesehen. Es ist mir absolut schleierhaft, wie ein Sender, wie N24, bei dem ich davon ausgegangen bin, das er im Rahmen des Möglichen objektiven und seriösen Journalismus bietet, eine solche Sendung ausstrahlen kann.
Wenn man will, kann man mich ebenso als Verschwörungstheoretiker bezeichnen, obwohl mir viele Aspekte der umherschwirrenden Verschwörungstheorien über den 11. September suspekt erscheinen. Aber nachdem die offizielle Version der Ereignisse ebenfalls eine Verschwörungstheorie ist, welche nicht einmal ansatzweise glaubhaft oder nachvollziehbar ist, gilt es abzuwägen, nachdem so viele Beweise nach wie vor von den US-Behörden unter Verschluss gehalten werden, welches Szenario am wahrscheinlichsten ist.
In dieser Dokumentation werden Aussagen verschiedener "Verschwörungstheoretiker" aus dem Zusammenhang gerissen, dargebracht, aber nicht widerlegt, sondern lediglich durch die Aussage einzelner Wenigen lächerlich gemacht. Diese "möchte gern" Widerlegungen werden sogar noch als FAKTEN präsentiert.
Ein Beispiel.
Für die offizielle Version wird vom Einschlag des Flugzeugs in das Pentagon die Aufzeichnung einer einzigen Überwachungskamera veröffentlicht. Die Erklärung beläuft sich ausschließlich auf die technischen Details dieser Kamera. Das das Pentagon, das Verteidigungsministerium der USA, aber als das sicherste Gebäude der Welt gilt, mit hunderten von Überwachungskameras und einer eigenen Luftabwehr ausgestattet ist, wird völlig außer acht gelassen. Ich selbst habe mehrere Jahre in den USA gelebt und weiß, aufgrund meiner Besuche in D.C., wie stark das Pentagon überwacht wird. Die öffentlichen Behörden präsentieren aber NUR die Aufnahmen EINER Kamera. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand fragt man sich, was hat die Regierung zu verbergen? Es ist schier unmöglich, das es keine Aufnahme des Flugzeugeinschlags gibt, es sei denn, es handelte sich überhaupt nicht um ein Flugzeug, sondern um einen Global Hawk bzw. einer Cruise Missile.

Ich gehe nicht unbedingt davon aus, dass die Doku von N24 produziert wurde, aber die Tatsache, dass N24 so etwas ausstrahlt, wirft kein gutes Bild auf die Seriosität eines solchen Senders, vor allem wenn N24 SCHON in der Lage ist, sich kritisch zu äußern (Bsp.: "Klartext")

Mit freundlichen Grüßen.........Jack Ryan

P.S.: Es gibt neben einer Doku namens "Loose Change" auch welche, die die offizielle Version mit WISSENTSCHAFTLICHEN Argumenten und Beweisen anzweifeln. Vielleicht ist eine forensischere Recherche Ihrer Redakteure von Nöten (nur ein Vorschlag). Ich persönlich habe mich jedenfalls maßlos über die ausgestrahlte Sendung geärgert, vor allem, weil ich Dauerzuschauer Ihres Senders bin

 

13.08.2008   Gepeinigte Ehefrauen bzw. Beziehungspartner

Man hört leider immer wieder Aussagen gepeinigter Ehefrauen, welche sich auf das Richten und Belohnen von Gott beziehen, wie beispielsweise: „Er hat mir das angetan, weil er mich liebt.“ oder „Ich bin schuld, ich verdiene das.“
Ja, natürlich. Er bestraft dich, weil er dich liebt. Er versucht dir zu helfen, in dem er dir wehtut. Du hast es verdient. Du hast falsches getan. Er ist derjenige, der Recht hat. - Wisst ihr was? Es ist albern.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte das Thema keineswegs allzu sehr vereinfachen. Ich weiß sehr wohl, dass es eine schwierige Angelegenheit ist. Was ich aber sage ist, dass es nicht wahr ist. Dass es Selbsttäuschung ist. Dass dies einer von vielen Wegen ist, schlimmes zu erdulden bzw. die Bestürzung wegzureden, um den Glauben, man wird geliebt, aufrecht zu erhalten. Es scheint als sehnen sich viele Menschen so dermaßen verzweifelt danach, geliebt zu werden, dass sie selbst Erniedrigung und Misshandlung in Kauf nehmen. Wir alle wissen davon und bekommen es manchmal sogar auf offener Straße mit. So etwas geschieht die ganze Zeit, aber wir halten an dieser Illusion von Liebe und „Seelenverwandtschaft“ fest und verbinden sie mit jemandem, der sich irgendwo da oben im Kosmos aufhält, uns bedingungslos liebt und nur das Beste für uns will!?
Es gibt absolut keinen Grund, zu glauben, dass es so jemanden da draußen gibt. Man tut besser daran, sich vorzustellen, alles geschieht rein zufällig. Schlimme Dinge können guten wie schlechten Menschen widerfahren, ebenso wie gute Dinge. Die Existenz einer höheren Macht ist äußerst unwahrscheinlich und sein Leben nach etwas Unwahrscheinlichem auszurichten, anstatt es zu genießen, halte ich für Zeitverschwendung.

 

19.07.2008   Petition – Flughafen Tempelhof soll UNESCO Weltkulturerbe werden

Aufruf und Petition

Der Flughafen Tempelhof soll lebendiges UNESCO Weltkulturerbe werden

Als Bürger Berlins, Deutsche und verantwortungsvolle Menschen fordern wir die zuständigen Institutionen des Landes Berlin, der Deutschen Bundesländer und des Bundes auf, den Flughafen Berlin-Tempelhof als einmaliges kulturhistorisches Denkmal in seinem heutigen, funktionierenden Zustand zu bewahren und dem UNESCO Welterbekommitee zur Aufnahme in die Welterbeliste der Menschheit vorzulegen.
Der Flughafen Tempelhof war als ältester Verkehrsflughafen der Welt nicht nur bautechnisch wegweisend, er steht auch, wie kaum ein anderes Bauwerk, für die jüngere Geschichte Berlins, Deutschlands und der Welt.
Die nicht nur glücklichen Umstände, die zu seinem heutigen Zustand geführt haben, sind zugleich historisches Zeugnis, Mahnmal und Quelle von Berliner Identität.

Als Bürger verlangen wir von unseren politischen Repräsentanten, den heutigen, funktionstüchtigen Zustand für uns und für kommende Generationen zu bewahren. Die Aufnahme in die UNESCO Welterbeliste soll dies weltweit sichtbar zum Ausdruck bringen.
Berlin, im Februar 2008

Wer sich an dem Aufruf beteiligen möchte, kann dies gern tun unter:
http://www.tempelhof-weltkulturerbe.de/cgi-bin/entry.pl